Let's talk about friendship!



Hallo ihr Lieben! 

Heute melde ich mich zurück mit einem neuen "Let's talk about", dieses mal zum Thema Freundschaft. Was ist wahre Freundschaft? Was ist das wichtigste in einer Freundschaft? Was passiert jetzt, wenn alle zum studieren wo anders hinziehen? Was geht vor: Freundschaft oder Beziehung?
Mit all diesen Fragen habe ich mich in den letzten Jahren stark auseinandergesetzt, habe Fehler gemacht und dazu gelernt. 

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Als ich 9 Jahre alt war, sind meine Familie und ich umgezogen. Zu den Freunden aus meiner alten Heimat, habe ich den Kontakt verloren. Das heißt, ich habe leider keine Kindheitsfreunde, die ich seit 18 Jahren kennen, keine Erinnerungen aus Kindergartenzeiten, die ich mit jemandem teilen kann. 
In der neuen Stadt habe ich aber schnell neue Freunde gefunden, mit denen ich auch heute noch eng verbunden bin. Meine längsten Freundschaften bestehen also seit etwa 10 Jahren. 10 Jahre in denen man so einiges miteinander erlebt, den anderen kennen und lieben lernt und in denen man Fehler macht.

Über die Jahre hinweg, hat sich für mich auch die Definition von "wahrer" Freundschaft verändert. Als ich 13 Jahre alt war, hatte ich jeden Monat eine neue beste Freundin. Das war im Normalfall immer diejenige, mit der man sich gerade am besten verstanden hat und mit der man am meistens Zeit verbracht hat. Dann wurden sich 20 Zettelchen am Tag geschrieben wie lieb man sich hat und dass man "ABF 4 eva" bleibt. Nächsten Monat dann das gleiche mit einer anderen Freundin. 

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Heute weiß ich, wer meine "wahren" besten Freunde sind. Das sind nicht die, die ich jeden Tag sehe. Nicht die, denen ich jeden Abend einen Roman auf Whatsapp schreibe um sie mit langweiligen Einzelheiten meines Tages zu informieren. Meine besten Freundinnen sind die, denen ich auch nach ein paar Tagen, Wochen oder sogar Monaten ohne Kontakt so begegne, als wäre kein einziger Tag seit unserem letzten Treffen vergangen. Das sind die, die ich nachts anrufen kann wenn es mir mies geht, egal ob man sich davor lange nicht gesehen oder gestritten hat. Das was für mich in einer Freundschaft mittlerweile am wichtigsten ist, sind nicht mehr zwanghaft die gleichen Interessen oder der gleiche Tagesrhytmus. Viel wichtiger ist mir Loyalität, Vertrauen und Ehrlichkeit.

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Diesen März habe ich angefangen zu studieren. Zusammen mit einer anderen Freundin, war ich die erste in unserem Freundeskreis. Die anderen waren auf Reisen oder noch nicht mit der Schule fertig. Doch jetzt wird es auch bei den anderen Ernst. Es geht für viele weiter weg, mindestens 2 einhalb Stunden Fahrt mit dem Auto. Die Entfernung hat mir Anfangs noch wirklich Sorgen gemacht. Hält die Freundschaft das aus? Wie oft sehen wir uns noch?

Doch mittlerweile bin ich mir sicher, dass die Distanz meinen besten Freundinnen und mir nichts anhaben kann. Denn ich weiß jetzt, wenn man jemandem wichtig ist, dann nimmt man sich Zeit füreinander. Und wer sich diese Zeit nicht nehmen will, dem scheine ich nicht mehr wichtig genug zu sein. Eine große Erfahrung die ich für mich selber gemacht habe, ist, dass man Freundschaften nichts erzwingen kann, genauso wenig wie die Liebe. Deshalb ist es mir wichtig, es niemandem übel zu nehmen, wenn er sich entfernt.
Oft gibt es gar keinen richtigen Grund dafür. Und mit Streitereien versaut man sich dann den Moment 
wenn man sich doch endlich mal wieder sieht. Dann sind all die Differenzen im Hinterkopf und man kann sich nicht über die gemeinsame Zeit freuen. Deshalb legt nicht jedes Wort des anderen auf die Goldwaage sondern versetzt euch in seine Lage und bringt ihm etwas Verständnis entgegen.

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Studieren gehen bringt natürlich nicht nur Nachteile sondern auch viele Vorteile mit sich. Ich habe unglaublich tolle und witzige Mädels kennengelernt, mit denen ich gerne Zeit verbringe und mit denen ich auf einer Wellenlänge bin. Das bedeutet nicht, dass ich meine anderen Freunde ersetze, sondern lediglich, dass sich in einem anderen Teil meines Lebens, den ich nicht mit meinen besten Freundinnen teilen kann, neue Freundschaften bilden. Diese Freundschaften sind noch jung, und auch hier kann noch viel passieren. 
Doch man kann die unterschiedlichen Freundeskreise als Chance sehen, z.B. um sich neu zu entdecken oder andere Erfahrungen zu sammeln. Ich bin sehr dankbar, dass ich sowohl die Mädels aus meiner Schulzeit habe, als auch meine Uni-Mädels! 

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Oft steht man im Konflikt zwischen Freundschaft und Beziehung. Man muss sich entscheiden, mit wem man den Abend verbringt, weil es sich nunmal nicht immer kombinieren lässt. Und mir ist es schon einige Male passiert, dass ich verurteilt wurde weil ich den Abend lieber mit meinem Freund verbracht habe, als mit meinen Freundinnen.
Ich gebe mir sehr viel Mühe alles unter einen Hut zu bekommen und es beiden Parteien recht zu machen, doch das ist einfach nicht immer zu schaffen. Fakt ist: Irgendwann ist unser Partner der wichtigste Mensch in unserem Leben mit dem wir alles teilen und den Großteil unserer Zeit verbringen. Das bedeutet nicht, dass ich nicht mehr für meine Freundinnen da sein kann und mit ihnen tolle Momente erlebe. Auch das habe ich gelernt. Wenn das nicht immer auf Verständnis stößt versuche ich es nicht mehr allen Recht zu machen sondern ihnen einfach zu verstehen zu geben, dass sich nichts ändert. 

Ich bin unendlich Dankbar für meine Freunde! Ihr seid mein Zufluchtsort, wenn ich auf niemand anderen mehr bauen kann. Wenn ich einfach nur mal lachen und den Kopf frei kriegen will, kann ich mich immer auf euch verlassen. Ich weiß, ich bin bei euch angekommen und werd euch so fest halten wie nur möglich. 
Denn wahre Freunde findet man selten! Ich liebe euch Mädels <3

Kommentare

  1. wie süß sind die bilder auf dem feld bitte!

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  2. Schöner Post! würde mich freuen, wenn du mal vorbeischauen würdest. Liebe Grüße Lessa http://mondmohn.blogspot.de

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